In Deutschland zu Hause

Eine persönliche Flüchtlingsgeschichte – Bilata Suleiman erzählt über ihre Erfahrungen und ihr Leben in Deutschland.

Ich heiße Bilata Suleiman. Ich bin ein Flüchtlingskind. Meine Geschichte beginnt in Syrien. Als erstes Kind kurdischer Eltern bin ich 1990 in einem kleinen Dorf namens Drejik, in Qamischli, im Nordosten des Landes geboren. „In Deutschland zu Hause“ weiterlesen

Nun bin ich also Privatvormund

Von Eckart Albrecht

Flüchtlings-Erstversorgungseinrichtung (EVE)
Jamals (vorläufiges) zu Hause: die Flüchtlings-Erstversorgungseinrichtung (EVE)

Nachdem die sogenannte Flüchtlingskrise, die in Wirklichkeit eine Krise der europäischen Staaten ist, seit etlichen Monaten den öffentlichen Diskurs bestimmt, ich immer wieder verbal meine Solidarität mit den Flüchtenden formuliere, wird es Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Zumal ich seit etwa einem halben Jahr den „Freizeitblock“ der Altersteilzeit genieße und damit deutlich mehr Möglichkeiten habe, neue Wege abseits eines Angestelltendaseins zu beschreiten. „Nun bin ich also Privatvormund“ weiterlesen

Als Gastgeber beim Welcome Dinner

Ein Erfahrungsbericht

Von Frauke Petschulat

WelcomeDinner
Dalia, Ayman und Familie zu Gast beim WelcomeDinner

Ende April war es soweit: Ich hatte uns beim „Welcome Dinner“ angemeldet, einer Initiative, bei der HamburgerInnen Geflüchtete zu sich nach Hause zum Abendessen einladen. Uns wurde eine syrische Familie mit drei Kindern angekündigt.

Mein Mann Tim, unsere beiden kleinen Töchter und ich waren gerade in der Elternzeit ein halbes Jahr außerhalb Hamburgs unterwegs gewesen. Währenddessen hatte sich in Hamburg so einiges verändert. Ein Teil der Welt war inzwischen zu uns gekommen. Das „Welcome Dinner“ schien uns ein guter Schritt zu sein, das sich in unserer Abwesenheit veränderte Hamburg neu kennenzulernen. „Als Gastgeber beim Welcome Dinner“ weiterlesen

Integration braucht gute Nachbarschaft

Gute Nachbarschaft – Die Wohnunterkunft Eschenweg wurde im März 2015 in einem Wohngebiet in Fuhlsbüttel eröffnet. Erfahrungsbericht über engagierte Nachbarn.

Die Wohnunterkunft Eschenweg wurde im März 2015 eröffnet. Sie befindet sich in einem Wohngebiet in Fuhlsbüttel. In der Unterkunft leben asylsuchende Familien sowie alleinstehende Asylbewerber vorwiegend aus Syrien, Afghanistan und Eritrea. Es gibt dort Platz für bis zu 300 Menschen. Sie sind in Wohncontainern in möblierten Doppelzimmern untergebracht. „Integration braucht gute Nachbarschaft“ weiterlesen

Über Geduld

Von Geduld und Verständnis – Wie die Uni Hamburg studierwilligen Flüchtlingen zum Studienplatz verhilft.

Das vergangene Jahr hat viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltung und Behörden, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Hauptamtliche in der Gesundheitsversorgung, der Flüchtlingshilfe und in den Schulen an den Rand der Belastungsfähigkeit gebracht. Ein System, das auf vielleicht 150.000 Flüchtlinge ausgelegt war, musste von jetzt auf gleich den Zuzug von etwa einer Million Geflüchteter bewältigen. Sie alle haben einen großartigen Job gemacht, auf den man – hier passt es einmal – stolz sein kann. „Über Geduld“ weiterlesen

Vertrauen statt Angst – Warum wir in Flüchtlingen eine Chance sehen sollten

Flüchtlingen eine Chance geben – Ein Plädoyer für mehr Aufgeschlossenheit, Mut und soziales Engagement.

Tagtäglich sehen wir sie im Fernsehen, hören im Radio von ihnen, sogar die Nachbarn reden über sie: die Flüchtlinge. Das Jahr 2015 hat gezeigt, dass wir vor einer schwierigen Aufgabe gestanden und diese doch relativ gut überwunden haben. Wir haben Menschen, die bei uns Sicherheit und Schutz gesucht haben, einen Dach über dem Kopf und warme Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Dank der Unterstützung vieler engagieren Bürgerinnen und Bürger konnten die ankommenden Schutzbedürftige gut aufgenommen werden. Aber nicht nur das, denn da war weitaus mehr. „Vertrauen statt Angst – Warum wir in Flüchtlingen eine Chance sehen sollten“ weiterlesen

Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen bleibt eine Herausforderung

Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen – Eine Herausforderung der Hamburg sich stellt inklusive allgemeinmedizinischer Sprechstunden und Trauma Behandlung.

Hamburg hat bereits im März 2012, mit der Einführung der Versicherungskarte der AOK-Bremen/Bremerhaven für Flüchtlinge früh neue Standards gesetzt. Das medizinische Hilfesystem wird erfolgreich neu organisiert. Mit zusätzlichen Angeboten wird die medizinische Versorgung auch einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten. „Gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen bleibt eine Herausforderung“ weiterlesen

FindingPlaces, Stadtplanung für alle

FindingPlaces, Stadtplanung für alle – Engagierte Hamburger suchen nach Flächen für mögliche zukünftige Flüchtlingsunterkünfte.

„Wäre es machbar, künftig nur noch Flüchtlingsunterkünfte mit höchstens 300 Bewohnern zu planen? Und wäre es zusätzlich möglich, zwischen den Quartieren einen Mindestabstand von einem Kilometer einzuhalten?“ Das fragt Sebastian Kempkens in einem ZEIT-Artikel vom 3. April 2016 und gibt auch gleich die in Hamburg oft zu hörenden Antworten: „Das geht, behaupten die Bürgerinitiativen. Man müsse nur wollen. Das geht nicht, entgegnet der Senat. Hamburg habe nicht genug Platz für so viele kleine Standorte.“ „FindingPlaces, Stadtplanung für alle“ weiterlesen

Wir stehen am Anfang

Voraussetzungen für gelingende Integration schaffen – es bedarf eines langen Atems, beim Bau von Folgeunterkünften, Wohnungsbau, der Arbeitsmarktintegration.

Die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge ist seit Jahresbeginn stark gesunken. Ist die Flüchtlingskrise nun „vorbei“ oder zumindest doch nicht so herausfordernd, wie es bis zum Jahreswechsel erschien? Diese Annahme wäre gleich in doppelter Hinsicht falsch: Der Krieg in Syrien nimmt an Schärfe und Brutalität eher zu als ab, Libyen ist völlig zerfallen und auch in Afghanistan, warnen Analysten, spitzt sich die Sicherheitslage vielerorts wieder zu. „Wir stehen am Anfang“ weiterlesen

Flüchtlingslager Idomeni – Europas humanitäre Werte auf dem Prüfstand

Humanitäre Höchstleistungen und ein solidarischen Europa – Über politische Entscheidungen und Flüchtlinge, die auf ein besseres Leben hoffen.

Mittlerweile ist das Lager im griechischen Idomeni geräumt. Dennoch bleibt es Symbol für die Herausforderungen der gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik. Die große Zahl von Flüchtlingen fordert von uns nicht nur humanitäre Höchstleistungen, sondern ein klares Bekenntnis zu einem solidarischen Europa. Ohne ein einheitliches Verständnis der Außengrenzen droht der EU ein Problem. „Flüchtlingslager Idomeni – Europas humanitäre Werte auf dem Prüfstand“ weiterlesen