Globalisierung und Frauenrechte: Positionspapier zum Lieferkettengesetz

Wie können Gesellschaft und Gesetzgeber für eine geschlechtergerechtere Welt in Zeiten der Globalisierung sorgen? Der Marie-Schlei-Verein und zahlreiche weitere NGOs haben darauf eine Antwort formuliert.

Das so genannte Lieferkettengesetz ist überfällig und unumgänglich, um die Wirtschaft in der globalisierten Welt überall zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz zu drängen. Der Marie-Schlei-Verein und zahlreiche andere NGOs fordern in ihrem Positionspapier, dabei auch der Geschlechtergerechtigkeit den notwendigen hohen Stellenwert einzuräumen.

Frauenrechte weltweit verwirklichen!

Frauen und Mädchen sind in besonderem Maße von den negativen Auswirkungen der Globalisierung betroffen. Sie erfahren die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen in anderer Weise als Männer. Die Gründe dafür reichen von diskriminierenden sozio-ökonomischen Strukturen und Praktiken bis hin zu patriarchalen und an Klassenherkunft orientierten sozialen und kulturellen Normen. Die globale Corona-Krise und ihre Auswirkungen verstärken diese Geschlechterungleichheiten und machen sie noch sichtbarer.

Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben die besondere Rolle von Frauen und Mädchen in ihren Initiativen und politischen Debatten zur Vermeidung dieser wirtschaftsbezogenen Menschenrechtsverletzungen bislang zu wenig beachtet.

Staaten und Unternehmen sollten Maßnahmen ergreifen, die über die Verhinderung und Milderung von Frauenrechtsverletzungen in globalen Wertschöpfungsketten hinausgehen. Sie sollten Maßnahmen ergreifen, die eine grundlegende Transformation zur Verwirklichung der Rechte von Frauen fördern.

Das Positionspapier zum Download

Schaut euch jetzt das Positionspapier des Marie-Schlei-Vereins und elf weiterer Nichtregierungsorganisationen zum geschlechtergerechten Lieferkettengesetz an!

Die Autorin

Prof. Dr. Christa Randzio-Plath gründete 1984 in Erinnerung an die frühere Entwicklungshilfeministerin Marie Schlei den gleichnamigen Verein, der seitdem rund 550 Projekte in Asien, Arfika und Lateinamerika gefördert hat. Die Rechtsanwältin war von 1989 bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments und engagiert sich ehrenamtlich in zahlreichen Organisationen.

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