„Ich bin glücklich, in der SPD zu sein.“

Der ehemalige Landesvorsitzende Jörg Kuhbier blickt zufrieden auf sechs Jahrzehnte SPD zurück.

Jörg Kuhbier kennt die SPD Hamburg wie nur wenige andere, und zwar von der ersten Stunde an. Angefangen hat er als Kassierer, der die Beiträge noch in bar einsammelte, später – von 1994 bis 2000 – führte er die SPD Hamburg als Vorsitzender. Der ehemalige Umweltsenator, Träger der Bürgermeister-Stolten-Medaille, ist seit 60 Jahren Sozialdemokrat – ein Lebenswerk im Zeichen der Partei, das die SPD Hamburg mit einem Empfang im Kurt-Schumacher-Haus würdigte. Dabei waren die amtierenden Landesvorsitzenden Melanie Leonhard und Nils Weiland und viele politische Weggefährtinnen und Weggefährten.

„Ich bin ein Ochse“

„Die Ochsentour in der Partei ist nichts für jeden. Aber ich bin ein Ochse.“ So blickt Jörg Kuhbier auf sechs Jahrzehnte SPD und zahlreiche Ämter zurück, und er tut das mit sichtbarer Zufriedenheit. Er habe der SPD Hamburg viel zu verdanken, so Kuhbier, der seine Jahre als Landesvorsitzender „als angenehme Zeit“ empfindet. Damals setzte er sich in einer Mitgliederbefragung für das höchste Amt der SPD Hamburg mit 72 Prozent der Stimmen durch.

In den berüchtigten Flügelkämpfen der 90er-Jahre sei ihm zugutegekommen, dass seine politische Laufbahn damals schon dem Ende zuging. 1991 schied er aus persönlichen Gründen als Umweltsenator aus dem Senat Voscherau aus. Als die wichtigsten politischen Themen seiner Laufbahn nennt er bis heute den Ausstieg aus der Atomenergie und die Kommunalisierung von Grund und Boden.

SPD-Mitgliedschaft ist Lebensentscheidung

Melanie Leonhard würdigte Kuhbier als „den Namen, der in der Stadt mit früher sozialdemokratischer Umweltpolitik verbunden bleibt“. Sie betonte, wie lange er seiner Partei schon die Treue hält. Dazu sei über viele Jahre eine Zustimmung nötig, die immer mindestens 50 Prozent betrage: „Die SPD ist eine Partei, der man nicht beitritt wie einem Klub. Das ist schon eine Lebensentscheidung.“

Was ihn in allen Jahren in der SPD getragen hat, beschrieb der Jubilar selbst mit einem einfachen Satz: „Ich bin glücklich, in der SPD zu sein.“

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