Hamburg kann das

Innen- und Sportsenator Andy Grote über Hamburgs Olympia-Bewerbung: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Visualisierung Olympia Hamburg | Bild: Neuland Concerts GmbH

Sport ist Teil der DNA unserer Stadt. Das ist das Ergebnis unserer Active-City-Strategie, mit der wir uns in Folge unserer früheren Olympia-Bewerbung auf den Weg gemacht haben, Hamburg durch Sport und Bewegung zu einer noch lebenswerteren Stadt für alle zu machen.

Mit flächendeckenden Investitionen in Milliardenhöhe machen wir unsere Sportinfrastruktur, unsere Vereine und die Menschen in unserer Stadt fit und erreichen mit unseren Formaten auch Menschen, die sonst nichts mit dem organisierten Sport am Hut haben. Eine Hamburger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist der nächste Schritt in unserer Entwicklung, eine logische Konsequenz und unsere gemeinsame Chance, die Zukunft unserer Stadt zu gestalten.

Diese Chance möchten wir nutzen und mit dem Rückenwind einer erfolgreichen Bewerbung Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung beschleunigen. Dazu gehört die Entwicklung der Science City Hamburg Bahrenfeld, in der das Olympische Dorf mit kurzen Wegen zu allen Wettkampfstätten errichtet wird. Wir wollen den Ausbau der Barrierefreiheit in unserer Stadt vorantreiben und auch dank unserer modernen Verkehrsinfrastruktur Hamburg zur barriereärmsten Stadt Deutschlands machen. Die Austragung der Sommerspiele soll einen Mehrwert für unsere Stadt schaffen: Wir planen, investieren und bauen nicht für einen kurzfristigen Glanz, sondern schaffen etwas, das bleibt.

Die Sommerspiele 2040 sind kein teures Prestigeprojekt. Paris 2024 hat gezeigt, dass die Durchführungskosten von den Einnahmen gedeckt werden können. Auch für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland besteht das Ziel eines ausgeglichenen Durchführungsbudgets. Mehr noch möchten wir den olympischen Rückenwind nutzen, um zu investieren:

  • In Wohnraum durch das Olympische Dorf, in dem mehr als die Hälfte des Wohnraums öffentlich gefördert werden soll,
  • in Bildung und unsere Olympische Generation,
  • in Gesundheit durch Sport und Bewegung,
  • in unsere Vereine, die ehrenamtlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken,
  • in Mobilität durch den Ausbau der U5, des S-Bahn-Netzes und durch die Modernisierung des Hauptbahnhofes.

In den vergangenen Wochen haben sich viele Hamburgerinnen und Hamburger Zeit genommen, um mit unserem Olympia-Projektteam in 15 Beteiligungs-Veranstaltungen in allen Bezirken und online viele Ideen zu diskutieren. Diese Impulse werden Teil unseres Konzepts, womit die Stadtgesellschaft der Bewerbung ihren Stempel aufdrückt. Unsere Bewerbung ist eine Bewerbung aller Hamburgerinnen und Hamburger.

Olympia ist nicht irgendetwas Fertiges, Olympia ist gestaltbar. Wir werden unsere Stadt nicht den Spielen anpassen, sondern die Spiele unserer Stadt. Wir müssen keine einzige Sportstätte für die Sommerspiele neu bauen, die wir nicht ohnehin in den kommenden Jahren bauen wollen. Die Wettkampfstätten werden sich perfekt in unsere Stadt einfügen.

Mit der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2040 haben wir die Chance, das Bild des modernen Deutschlands in der Welt nachhaltig zu prägen. Deutschland braucht keine Wiederholung vergangener Spiele, sondern Mut und Ideen für die Zukunft. Wir wollen dafür unsere Hamburger Werte von Freiheit, Respekt und Vielfalt und unsere Idee von nachhaltigen, klimapositiven und inklusiven Sommerspielen in den Vordergrund stellen.

Lasst uns diese Chance gemeinsam nutzen und die Zukunft unserer Stadt gestalten.

Hamburg kann das.

Der Autor

Andy Grote ist seit 2016 Senator für Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor war er unter anderem Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte.

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