Der Hamburger Senat hat das finanzielle Rahmenkonzept für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele vorgestellt. Die zentrale Botschaft: Die Organisation der Spiele soll vollständig aus Einnahmen finanziert werden. Nach aktuellen Berechnungen stehen Durchführungskosten von rund 4,8 Milliarden € erwarteten Einnahmen von etwa 4,9 Milliarden € gegenüber. Damit wären Spiele nicht nur kostendeckend möglich, sie könnten sogar einen Überschuss von rund 100 Millionen € erzielen, der dem Hamburger Breitensport zugutekommen soll.
Dressel: „Wir können uns die Spiele leisten“
„Hamburg hat nach dem hanseatischen Kaufmannsprinzip seriös, valide und transparent ein finanzielles Rahmenkonzept erstellt, das zeigt: Wir können uns die Spiele leisten und bei der Durchführung und Organisation der Spiele in Hamburg ist es möglich, dass ein Überschuss erzielt werden kann, der den Hamburgerinnen und Hamburgern zugutekommen wird.“
Finanzsenator Andreas Dressel

Hamburg könnte damit an die Erfolgsgeschichte der Sommerspiele von Paris 2024 anknüpfen und zeigen, dass Olympische und Paralympische Spiele verantwortungsvoll, nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich geplant und umgesetzt werden können. Die Bundesregierung hat dem Deutschen Bewerber zudem finanzielle Unterstützung zugesichert.
Investitionen mit langfristiger Wirkung
Neben den Organisationskosten sieht das Konzept Zukunftsinvestitionen von rund 1,3 Milliarden € vor. Diese betreffen unter anderem den Ausbau und die Modernisierung von Sportstätten, mehr Barrierefreiheit, Investitionen in Sportförderung und Bildung sowie Verbesserungen bei Nahverkehr, Geh- und Radwegen. Ein großer Teil der benötigten Sportstätten existiert bereits und soll lediglich modernisiert oder temporär ergänzt werden.
Die Kalkulation zeigt: Für Hamburg bedeuten Olympische und Paralympische Spiele weit mehr als ein großes Sportereignis. Sie könnten zusätzliche Investitionen in Infrastruktur auslösen, den Sport stärken und der Stadt langfristige Impulse geben. Darüber hinaus würden bei einer erfolgreichen Bewerbung Hamburgs gezielt Mittel des Bundes für Infrastrukturinvestitionen nach Hamburg fließen. Bereits geplante Maßnahmen wie zum Beispiel die Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs würden unterstützt und priorisiert werden.
Grote: „Diese Spiele sind eine Chance für unsere Stadt“
„Wir werden mit Olympia für die großen Zukunftsthemen unserer Stadt mehr Geld haben als ohne. Was wir uns hingegen nicht leisten können, ist, auf Olympia zu verzichten. Diese Spiele sind eine Chance für unsere Stadt, eine Chance für alle, und wir sollten sie nutzen.“
Sportsenator Andy Grote

Ob Hamburg sich um Olympische und Paralympische Spiele bewirbt, entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger beim Referendum am 31. Mai 2026.
Weitere Informationen zur Hamburger Olympia-Bewerbung und dem finanziellen Rahmenkonzept.
Unsere Stadt wurde immer von Menschen mit Herz und Verstand geprägt. Von Menschen, die kühl und sachlich kalkuliert und die nüchtern und besonnen geplant haben. Und die mutig waren. Insofern ist die Bewerbung um die Spiele eine Chance für Hamburg.