Alle jungen Menschen sollen in Hamburg die Chance auf eine Berufsausbildung haben, niemand soll verlorengehen. Das hat sich der Senat zum Ziel gesetzt. Eines der wichtigsten Instrumente beim Übergang von Schule in den Beruf ist die Jugendberufsagentur. Sie unterstützt und berät junge Menschen und ist ein Hamburger Erfolgsmodell. Das belegen auch neueste Zahlen vom Ausbildungsmarkt.
Denn obwohl in wirtschaftlich angespannter Zeit das Angebot an Ausbildungsplätzen zurückgegangen ist, haben in Hamburg im vergangenen Jahr mehr junge Menschen den Weg in die Berufsausbildung gefunden. Verantwortlich dafür sind gezielte Fördermaßnahmen.

Hamburgs Bildungssenatorin und stellvertretende SPD-Vorsitzende Ksenija Bekeris freut sich über den Anstieg: „Mehr Schulabgängerinnen und Schulabgänger nach Klasse 10, weniger Ausbildungsplätze und eine schwierige wirtschaftliche Lage – vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass insgesamt 185 junge Menschen mehr in eine Ausbildung gekommen sind. Besonders freue ich mich, dass die Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten so stark ist. Mit den rund 250 dualen und schulischen Ausbildungsberufen in Hamburg ist die Berufsausbildung einer der ganz zentralen und zukunftsweisenden Wege für junge Menschen in den Beruf.“ Damit das so bleibe, so Bekeris, appelliere der Senat „an alle Betriebe in Hamburg, verstärkt Ausbildungs- und Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen“.
Erfolgreiches Hamburger Übergangsmanagement
Die Jugendberufsagentur, 2012 vom damaligen Bürgermeister Olaf Scholz auf den Weg gebracht, ist ein Erfolgsmodell. Sie bietet jungen Menschen eine Beratung und Orientierung in allen Fragen, die sich zum Start in das Berufsleben stellen. Dabei sind die Ausbildungsbegleiter*innen der Jugendberufsagentur eine wichtige Kontaktstelle bei Fragen und Unterstützungsbedarfen.
Das sogenannte Übergangsmanagement in Hamburg, zu dem neben den Schulen auch die Jugendberufsagentur gehört, wird seit mehr als einem Jahrzehnt stetig weiterentwickelt und an den sich wandelnden Bedarf junger Menschen angepasst. Inzwischen gilt es als bundesweites Vorzeigemodell und hat dabei geholfen, die Quote derjenigen, die in Hamburg einen Ausbildungsplatz finden, deutlich zu steigern.
Die gewählten Berufskategorien werden angeführt von den Kategorien „Handwerk, Industrie und Technik“ und „Gesundheitswesen, Pflege und Pharmazie“. Die Kategorie „Bildung, Kultur und Verwaltung“ ist immer noch auf Platz drei, aber im aktuellen Schuljahr mit knapp zwölf Prozent etwas weniger stark vertreten als im Vorjahr. Die Kategorie „Dienstleistung, Handel und Vertrieb“ ist nur noch halb so oft vertreten wie im Vorjahr.
Der Beruf „Sozialpädagogische/r Assistent/in“ ist bei den Hamburger Schulabgängerinnen und Schulabgängern nach Klasse 10 sowie den Programmen AvDual und AvM-Dual weiterhin der beliebteste (438), gefolgt von „Medizinischer Fachangestellter/Medizinische Fachangestellte“ (209).